Bei Diskriminierung nicht wegschauen

Bei Diskriminierung nicht wegschauen

Gleiche Chancen und Rechte für alle ArbeitnehmerInnen

Von 1. bis 16. Juni findet in Wien die EuroPride statt, bei der ein starkes Zeichen für Solidarität, Akzeptanz und Gleichberechtigung gesetzt wird. Dem ÖGB und der AK ist es wichtig dabei zu sein. Diskriminierung  und Homophobie dürfen am Arbeitsplatz keine Chance haben.

Für eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt

In Österreich gilt das Gleichbehandlungsgesetz. Das bedeutet, dass kein Mensch aufgrund seines Geschlechts, seiner ethnischen Herkunft, seiner Religion, seines Alters, seiner Weltanschauung oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Das gilt natürlich auch in der Arbeitswelt.

Fühlt man sich als ArbeitnehmerIn diskriminiert, kann man einen Antrag bei der Gleichbehandlungskommission einbringen. Dieses Verfahren ist kostenlos, vertraulich und nicht öffentlich. Stellt die Gleichbehandlungskommission eine Diskriminierung fest, so können die Ansprüche danach beim Arbeits- und Sozialgericht geltend gemacht werden. ÖGB-Mitglieder erhalten für all diese Verfahren gewerkschaftlichen Rechtsschutz. Sie werden kostenlos durch AnwältInnen oder geschulte Gewerkschafts-SekretärInnen vertreten.

Wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter kämpfen gegen jede Form von Diskriminierung. Alle ArbeitnehmerInnen müssen die gleichen Chancen und Rechte haben. Dafür braucht es zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen engagierte Menschen in der Arbeitswelt, die sich dieser Problematik stellen“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann und fügt hinzu: „Schauen Sie bei Diskriminierungen nicht weg – zeigen Sie sie auf. Nur gemeinsam kann es gelingen eine diskriminierungsfreie Arbeitswelt zu schaffen. Wir schreiben das Jahr 2019 und Frauen und Männer wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten und welche Lebensform sie wählen.“